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Warum hacken Leute Social-Media-Konten?

Warum hacken Leute Social-Media-Konten?

Cyberkriminalität betrifft längst nicht mehr nur Unternehmen oder prominente Persönlichkeiten. Auch ganz normale Nutzer:innen von Facebook, Instagram, TikTok oder LinkedIn werden zunehmend zum Ziel – oft automatisiert, ohne es zu merken. Besonders gefährdet sind Konten mit schwachen Passwörtern, wiederverwendeten Zugangsdaten oder öffentlich einsehbaren persönlichen Informationen.

Was macht mein Profil für Hacker interessant?

Likes, Kommentare, Fotos und Profilangaben wirken harmlos – doch in der Summe ergeben sie ein klares Bild: Aufenthaltsorte, Routinen, soziale Kontakte, berufliche Daten, Interessen. Kombiniert mit öffentlich einsehbaren E-Mail-Adressen oder Telefonnummern wird Ihr Konto schnell zur Angriffsfläche. Und wer dasselbe Passwort auf mehreren Plattformen nutzt, macht es Angreifern besonders leicht. Beliebte Motive:

  • Identitätsdiebstahl (für Fake-Profile oder Kreditaufnahme)
  • Phishing-Angriffe über kompromittierte Konten
  • Erpressung oder Rufschädigung
  • Weiterverkauf Ihrer Daten im Darknet

Wie schütze ich mich vor Angriffen auf Social-Media-Konten?

1. Weniger preisgeben

Persönliche Informationen wie Geburtsdatum, Wohnort, Vorlieben oder Namen von Familienmitgliedern sollten nicht öffentlich geteilt werden. Viele davon werden für Sicherheitsfragen oder Phishing-Mails missbraucht.

2. Einzigartige Passwörter & Passwortmanager

Nutzen Sie für jedes Konto ein anderes, starkes Passwort. Passwortmanager helfen dabei, den Überblick zu behalten. Faustregel: Je länger, desto besser – und niemals einfache Kombinationen wie „Sommer2024!“.

3. Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) – aber sicher

Aktivieren Sie 2FA überall, wo es möglich ist. Noch besser: Verwenden Sie Passkeys oder Hardware-Sicherheitsschlüssel (z. B. YubiKey). Diese sind resistent gegen Phishing. Vermeiden Sie SMS-Codes oder App-Bestätigungen ohne Kontext – hier droht die sogenannte MFA-Fatigue: Hacker überfluten Sie mit Anfragen, bis Sie versehentlich zustimmen.

4. Keine Social Logins verwenden

„Login mit Facebook“ oder „Weiter mit Google“ klingt bequem – birgt aber Risiken. Wird ein Social-Konto gehackt, erhalten Angreifer automatisch Zugriff auf verbundene Dienste. Besser: Registrieren Sie sich direkt mit E-Mail + Passwort.

5. Zugänge nie weitergeben

Teilen Sie Ihre Zugangsdaten nicht – auch nicht mit Agenturen, Tools oder Freelancer:innen. Wenn doch einmal nötig, ändern Sie das Passwort direkt nach der Nutzung. Noch sicherer: Arbeiten Sie mit Rollen und API-Zugängen, wo möglich.

6. Sicherheits-Check nutzen

Viele Plattformen bieten heute Sicherheitsprüfungen an – z. B. der Security Check-Up von Facebook, Google Kontosicherheit, oder der Privacy Check von TikTok. Nutzen Sie diese regelmäßig.

Fazit: Digitale Eigenverantwortung schützt am besten

Hacker zielen längst nicht mehr nur auf „interessante“ Profile – sie greifen systematisch alles an, was angreifbar ist. Wer seine Social-Media-Konten absichert, persönliche Informationen reduziert und moderne Schutzmaßnahmen wie Passkeys nutzt, minimiert das Risiko deutlich. Sicherheit beginnt bei Ihnen – und heute.

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